Rückblick Anatomieseminar in Tübingen
Unter dem Thema „Inflammation und Schmerz“ fand das diesjährige Anatomieseminar mit nahezu 60 Teilnehmenden im Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik, Tübingen, vom 14.-16. Mai 2026 unter der Leitung von Christian Maier und Hans Barop statt.
Donnerstagnachmittag und Samstagvormittag fanden Vorträge im lichtdurchfluteten Hörsaal des anatomischen Institutes statt. Es gab spannende wissenschaftliche Vorträge bezüglich neuer Erkenntnisse zur Verteilung des Parasympathikus, zentralen neuroanatomischen Verbindungen und auch zum Verständnis der Schmerzphysiologie. Zudem wurden Kasuistiken aus der Praxis vorgestellt. Ergänzt wurde das Programm durch Vortragende der Universität Tübingen, sodass hier die Diskussion zwischen erfahrenen NeuraltherapeutInnen und Lehrenden der Universität aufgenommen werden konnte.
Am Freitag bestand die Möglichkeit für die TeilnehmerInnen im Präpariersaal der Anatomie ihre anatomischen Kenntnisse aufzufrischen und zu verbessern. Dr. Neckel und sein Team hatten die anatomischen Zielstrukturen der Neuraltherapie, wie den sympathischen Grenzstrang, die Ganglien Supremum, Stellatum und Coeliacum, den Frankenhäuserschen Plexus und viele andere anatomischen Strukturen an Körperspendern präpariert und dargestellt. Parallel nutzte die andere Gruppe im Hörsaal die Sonographie zur Darstellung anatomischer Strukturen und es konnten Injektionen unter Ultraschallkontrolle zum Beispiel an das Ganglion stellatum geübt werden. Es bestand jedoch auch die Möglichkeit Injektionen Landmarken gestützt zu üben sowie es in der Neuraltherapie üblich ist. Ein besonderes Interesse unter den Teilnehmenden bestand darin die Faszientechnik von David Vinyes zu erlernen, der hierzu aus Barcelona angereist war.
Sowohl am Donnerstag- als auch am Freitagabend fand ein geselliges Beisammensein und neuraltherapeutischer Austausch in attraktiven Restaurants in Tübingen statt, die Dagmar Kinder bestens für uns ausgesucht hatte.
Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung, was sich in den vielen positiven Rückmeldungen der TeinehmerInnen ausdrückte. Das nächste Anatomieseminar wird vorraussichtlich vom 6.-8. Mai 2027 stattfinden. Geplant ist dann den Schwerpunkt der anatomischen Strukturen auf Gelenke und Muskulatur an offenen Körperspendern zu setzen.
Johanna Fork, Schriftführerin IGNH


Dozententreffen der IGNH 2026
Am 16. und 17.Mai 2026 fand das diesjährige Dozententreffen der IGNH im Anschluss an das Anatomische Seminar in Tübingen statt. Am Samstagnachmittag trotzten wir dem wechselhaften Wetter und machten als Teambuilding Event eine Stocherkahnfahrt auf dem Neckar. Unter professioneller Anleitung durfte jeder einmal den Kahn steuern, wozu man durchaus koordinate Fähigkeiten benötigte. Zur Belohnung erhielten alle ein Stocherkahndiplom. Abends speisten wir hervorragend und in tollem Ambiente im Landhotel Hirsch in Tübingen-Bebenhausen. Da samstags in Tübingen ÖPNV für alle kostenlos ist, konnten wir problemlos mit dem Bus hin- und herfahren. Wer dann noch Energie hatte, ließ dem Abend beim Tanzen ausklingen oder an der Bar vom Hotel Domizil.
Am Sonntagmorgen trafen wir uns im Kongressraum des Hotel Domizil. Dort übten wir ultraschallgesteuerte Injektionen gegenseitig an uns. Auch wenn die Landmarken gestützten Injektionen in der Neuraltherapie weiterhin den Vorrang in der Lehre haben, werden die ultraschallgesteuerten Injektionen von jungen KollegInnen zunehmend nachgefragt. Daher möchten wir uns im Dozententeam auch zukünftig mehr mit diesen Injektionen beschäftigen. Das nächste Treffen wird im November 2027 in Kassel stattfinden.
Johanna Fork –Schriftführerin IGNH

Workshop: Technical applications in Neural Therapy – 18.-20.09.2026 Sabadell (Barcelona)
Workshop: Technical applications in Neural Therapy
OPEN TO:
Medical, dental, nursing, podiatry and veterinary professionals.
PREREQU ISITE:
Prior theoretical and technical training in Neural Therapy.
18, 19 and 20 September 2026 / 9:00 AM – 6:00 PM
€ 1.550




ZAEN Frühjahrskongress März 2026
Vom 18. bis 22.03.2026 fand der 150. ZAEN-Kongress in Freudenstadt statt, wobei zeitgleich das 75jährige Bestehen des ZAEN gefeiert wurde.
Im Rahmen dieses Kongresses fanden erneut unsere Curriculumskurse, sowie der Spezialistenkurs, 3 Workshops und die Vortragstagung am Sonntagvormittag statt. Seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass unsere Neuraltherapie-Ausbildung auch unter den jüngeren KollegInnen zunehmend beliebt ist. So hatten wir in den Anfängerkursen über 40 TeilnehmerInnen, die wir für die Neuraltherapie nach Huneke begeistern konnten. Auch die „Fortgeschrittenen-Kurse“ waren erfreulicherweise sehr gut gebucht. Am Freitag absolvierten 7 KollegInnen erfolgreich ihre Prüfung. Dieses wurde beim Stammtisch im Hotel Adler abends gebührend gefeiert. Wir gratulieren herzlich!
Am Freitagabend fand die Mitgliederversammlung der IGNH statt, in deren Rahmen der alte Vorstand komplett wiedergewählt wurde: Präsident – Robert Hammer, Vizepräsident – Kay Polonius, Kassenwart: Patrick Huneke, Schriftführerin – Johanna Fork, BeisitzerIn – Alain Huneke, Maren Knepel, Christian Maier, Sven Soecknick.
Am Samstagabend fand aufgrund des 75jährigen Bestehens des ZAEN ein Festabend im Hofgut Bärenschlössle statt. Das besondere Ambiente dieses Gebäudes war dem Anlass sehr angemessen. Zwischen den am Tisch servierten Menuegängen erfolgten Ehrungen des ZAEN für besondere Verdienste. In diesem Rahmen wurden Dr. Hans Barop und Dr. Armin Reimers als IGNH-Mitglieder für ihr inzwischen über 30jähriges Engagement beim ZAEN geehrt. Nach dem sehr leckeren Essen konnten im unteren „Stall“ des Gebäudes noch bis tief in die Nacht ausgelassen gefeiert und getanzt werden.
Insgesamt war es für die IGNH ein erfolgreicher Kongress, bei dem man sowohl fachlich als auch durch kollegiale Begegnungen erfahren konnten, dass die Neuraltherapie nach Huneke eine erfolgreiche lebendige Therapie ist.
Johanna Fork – Schriftführerin IGNH

Festabend Bärenschlössle

Alter und neuer Vorstand der IGNH

Erfolgreiche PrüfungsabsolventInnen der IGNH

Praktische Übungen in den Kursen
Dozententreffen der IGNH 2025
Am 22. und 23.11.25 fand das Dozententreffen der IGNH im Anschluss an die Neuraltherapietage in Kassel statt. Am Samstagnachmittag zeigten erfahrene Kursleiter spezielle Injektionstechniken, welche wir auch direkt übten. Abends wurden wir mit sehr leckerem Essen beim fußläufigen Italiener Oliveto verwöhnt und der gesellige Austausch kam nicht zu kurz. Am nächsten Morgen erfolgte ein Coaching durch Marvin Lamberts in Hinsicht auf die Verbesserung unserer Vortragstechnik. Es war ein lehrreicher Vormittag mit vielen Tipps für die Zukunft.
Johanna Fork –Schriftführerin IGNH


Kasseler Neuraltherapietage
Vom 19. bis 22.11.2025 fanden die 5. Neuraltherapietage in Kassel mit mehr als 70 TeilnehmerInnen statt. Vom diesjährigen Thema „Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates – Therapiemöglichkeiten der Neuraltherapie“ konnten die TeilnehmerInnen durch hervorragende Vorträge aus der Wissenschaft und der Praxis profitieren. In den praktischen Übungseinheiten verbesserten sowohl Fortgeschrittene als auch Anfänger ihre neuraltherapeutischen Injektionstechniken. Durch die gemeinsame Unterbringung in einem Hotel konnten auch die Abende zum fachlichen Austausch genutzt werden, bevor zur Entspannung noch das Tanzbein geschwungen wurde. Insgesamt war es mal wieder eine gelungene Veranstaltung zur Intensivierung der neuraltherapeutischen Kenntnisse.
2026 wird dieses Treffen vom 25. bis 28.1. 26 wieder im Hotel Steinernes Schweinchen in Kassel stattfinden. Das Thema lautet dann: Neuromodulatorische Trigger in der Neuraltherapie – Neuroanatomische Zusammenhänge und Kasuistiken aus der Praxis. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Johanna Fork – Schriftführerin IGNH
100 Years Neural Therapy Anniversary Seminar vom 5.-7. Dezember 2025 in Athen
weitere Informationen: https://ignh.de/wp-content/uploads/2025/10/42338-NEURAL-THERAPY-ENTYPO-final.pdf
100 Jahre Neuraltherapie nach Huneke

Vom 11. -15. Juni 2025 hat die IGNH einen internationalen Kongress in Mainz veranstaltet. Vor 100 Jahren haben die Brüder Ferdinand und Walter Huneke ihre Erfahrungen, die sie mit Injektionen von Procain gemacht haben, angefangen aufzuzeichnen und erste Kasuistiken beschrieben. Seitdem hat sich die Neuraltherapie durch viele interessierte KollegInnen weltweit verbreitet. Aus diesem Grund sollte die Neuraltherapie dieses Jahr besonders gefeiert werden.
Am Mittwochabend begann der Kongress bei bestem Wetter auf der Terrasse des Hilton Hotels in Mainz direkt am Rheinufer. Es waren mehr als 200 KollegInnen aus der ganzen Welt (USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, Kolumbien, Italien, Spanien, Griechenland, Schweiz, Österreich, Belgien und noch weitere) angereist. So war schon der erste Abend geprägt von vielen Begegnungen, angeregten Gesprächen und einer begeisterten Stimmung. Ein Kollege aus Mexiko berichtete uns, dass er sein Auto verkauft hat, um sich den Flug nach Deutschland leisten zu können. Was für ein Einsatz für die Neuraltherapie! Die Kongressorganisation Diaplan sorgte mit der Verteilung von Sonnenhüten für eine besondere Atmosphäre. Dazu gab es kühle Getränke und Fingerfood.
Am nächsten Morgen um 09.00Uhr wurde der Kongress im imposanten Kongresssaal des Mainzer Hilton Hotels durch unseren Präsidenten Robert Hammer und Kassenwart Patrick Huneke eröffnet. Beide hatten sich zusammen mit Silvia Hammer mit viel Herzblut und Zeitaufwand um die Vorbereitung dieses besonderen Ereignisses gekümmert. Zu unserem großem Bedauern war nur 4 Wochen vor Kongressbeginn der Ehrenpräsident der IGNH Dr. Holger Huneke verstorben, welcher eigentlich auch nach Mainz kommen wollte. Daher begann der Kongress mit einem Gedenken an seine besondere Persönlichkeit. Sein Geist begleitete uns durch sein Bild und eine brennende Kerze durch den ganzen Kongress. Ebenfalls gedacht wurde an den Vizepräsidenten der Kolumbianischen Neuraltherapiegesellschaft Fernando Córdoba, der zu Beginn des Jahres noch sehr jung verstorben war.
Im Anschluss wurden die PräsidentInnen aus aller Welt begrüßt: Dr. Uwe Günter – DGFAN, Dr. Bettina Kneip – Schweiz, MD Richard Nahas – NAANT/Canada/USA, Prof. Dr. Hüseyin Nazlikul – IFMANT und Türkei, D. Gerasimos Papathanasiou DDS- GZM Griechenland, Prof. Laura Bonilla – Koordinatorin Neuraltherapieausbildung Nationaluniversität Kolumbien, Dr. Armin Reimers – Mexiko, Dr. Giorgio Romani – Italien, Dr. Regina Stemberger – Österreich.
Der erste Vortrag von Dr. Hans Barop „Neuraltherapie 1925-2025″, über Empirie zur wissenschaftlichen Methode“ gab den Anwesenden einen ersten Überblick welche Erkenntnisse und Fortschritte in den letzten 100 Jahren gewonnen werden konnten. Daran schlossen sich in den nächsten Tagen hervorragende Vorträge aus der aktuellen Wissenschaft, aber auch aus den Erfahrungen im Praxisalltag an. Über eine professionelle Übersetzungs App erfolgte mittels KI eine Simultanübersetzung in 5 Sprachen, die über Kopfhörer gehört oder als Text auf dem Handybildschirm mitgelesen werden konnte. Leider mussten am ersten Tag die Vorträge für ca. 1 Stunde unterbrochen werden, da die Übersetzungs App immer wieder zusammenbrach und das vom Hotel bereitgestellte WLAN nicht ausreichend war. Die Kongressorganisation Diaplan kümmerte sich professionell um dieses Problem, sodass die Vorträge fortgesetzt werden konnten. Mit unendlich viel Geduld halfen die Damen von Diaplan den KongressteilnehmerInnen immer wieder bei individuellen Problemen mit der App. Letztlich konnten so alle TeilnehmerInnen von den vielfältigen Vorträgen profitieren. KollegInnen waren fasziniert davon, dass in Kolumbien die Neuraltherapie fast mit anderen Fachdisziplinen an der Universität gleichgesetzt ist. Andere äußerten sich begeistert nach Vorträgen über Muskel- und Faszienketten, die den Begriff der Segmenttherapie in der Neuraltherapie in den Hintergrund rücken lassen oder neue Aspekte des zerebralen Lymphsystems.
Nach leckerem Mittagessen im Hotel wurde an den Nachmittagen das Vortragsprogramm ergänzt durch zahlreiche Workshops in Kleingruppen. Hier konnten praktische Erfahrungen gemacht und Injektionen selbst geübt werden.
An den Abenden waren jeweils Restaurants für einen großen Teil der Gruppe reserviert, wo auch der persönliche Austausch nicht zu kurz kam. Sollte doch einmal etwas freie Zeit geblieben sein, so ist die Stadt Mainz auf jeden Fall sehenswert. Insbesondere Dom und die Stephanskirche mit den bekannten Chagallfenstern lohnen einen Besuch. Und da das Wetter es so gut mit uns meinte, traf man sich zum Ausklingen des Tages im Biergarten direkt am Rhein.
Bericht zum Download
